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Sascha Kokot: Rodung
 
»Kein Ort zum Unterkommen«. Wer sich auf Sascha Kokots Gedichte einlässt, weiß, wie es sich anfühlt, der letzte Mensch auf Erden zu sein. Rodung schlägt eine Kälteschneise in unsere wohltemperierte Gegenwart: Es schneit, es ist still, kalter Rauch liegt in der Luft. Etwas ist zu Ende gegangen – ob etwas Neues beginnt, weiß niemand zu sagen. Sensibel und empathisch, gleichzeitig kühl und ohne jegliche Sentimentalität erkundet Sascha Kokot Orte und Landschaften, die weitgehend verlassen sind; (Ab-)Räume, die nur noch um ihrer selbst willen existieren. Von den Menschen ist nichts als das »Schwemmholz ihrer Herkunft« geblieben, das Geschichte und Gegenwart, Eigenes und Fremdes in eins setzt. Klare, spröde, auf das Notwendige reduzierte Verse von irritierender Schönheit.

ISBN: 978-3-942375-07-8
88 S., Hardcover, 19,00 EUR

Leseprobe (ISSUU)

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Pressestimmen

Man möchte in Kokots Sprache gehen, wie man fremdes Land betritt – mit Angst vor Unbekanntem und der Neugierde, sich selbst und dem lyrischen Ich in fremden Räumen auf die Spur zu kommen.
Literaturmagazin keine »Delikatessen«, Wien

Der Blick ins Buch zeigt: Sascha Kokot ist ein präziser Formulierer. [...] Die Rodung bietet wenig Trost, dafür einen schockierend klaren Blick auf die Wirklichkeit der Unwirtlichkeit.
The Daily Frown vom 9. April 2013

Das Ungefähre, das Orientierungslose, das Nomadisierende, die Höchstgeschwindigkeit innerhalb des ausindustrialisierten Zeitalters, dabei die Reduziertheit und Isolation des nach Information dürstenden Einzelnen: Globalisierungsmerkmale, die hier mit den Mitteln einer ästhetisierenden, manchmal steampunkigen Archaik zur Geltung kommen, als schaue man einen Film wie "Stalker" von Andrej Tarkowskij.
Dominik Dombrowski auf fixpoetry.com


Rodung 200